Sommerstauden 06.07.2023


Dauerblühende Stauden - Wo pflanzt man sie am Besten?

 

Winterharte Stauden fühlen sich Staudenbeeten, in Rabatten und Steingärten wohl. wenig Ansprüche an den Boden und bevorzugen sonnige oder halbschattige Standorte. Wichtig ist die Durchlässigkeit des Bodens da die meisten dauerblühenden Stauden nicht gut mit Staunässe umgehen können.

• Sandige Böden bedürfen für Beet- und Schattenstauden einer Strukturverbesserung mit 0,5 bis 1 Kilogramm Tonmehl (Bentonit) pro Quadratmeter. Darüber hinaus ist eine Zugabe von gut verrottetem Kompost ratsam.

BETONIT: Das natürliche Tonmineral in pulverform, ein perfekter Wasser- und Nährstoffspeicher und macht mit seinen besonderen Eigenschaften den Boden fruchtbarer.

• Lehmige Böden können für winterharte Stauden durch das Einarbeiten von Laubkompost durchlässiger gemacht werden, auch Sand kann sinnvoll sein.

 

Welche Sommerstauden sind besonders beliebt?

  • Katzenminze – Nepeta 

Nach der Blüte zurückschneiden dann blüht sie noch einmal

Nach drei bis fünf Jahren kann die Blütenfülle der Katzenminze nachlassen. Dann sollte sie durch Teilung im Frühsommer verjüngt werden. Düngen müssen Sie die Katzenminze nicht, im Frühjahr beim Austrieb mit etwas Kompost zu versorgen.

  • Gaura  - Prachtkerze (80 cm bis 150 cm), aufrecht filigran, wird immer beliebter

 

  • Sonnenhut – Echinacea (80 cm bis 100 cm) aufrecht, buschig

rot, rosa, weiss, aber auch orange oder gelb. Blüten und hochgewölbter, braunroter Mitte, dem sogenannten Korb. Es gibt inzwischen aber auch Sorten mit weißen, gelben und orangeroten Blüten. Die Blüten ziehen Schmetterlinge und Bienen magisch an.

  • Margerite – Leucanthemum (50 und 100 Zentimeter hoch) windgeschützt in sonnigen bis halbschattigen Plätzen

etwa 20 Zentimeter tief einsetzten, relativ durstig und benötigen täglich bis zu zwei Mal Wasser. Stehen sie zu trocken, lassen sie schnell die Köpfe hängen. Staunässe sollte beim Gießen aber vermieden werden. Als Substrat eignet sich herkömmliche Blumenerde. Eine mäßige Düngergabe alle zwei bis drei Wochen und ein regelmäßiger Rückschnitt fördert die Blüte.

  • Rittersporn - Delphinium (120 bis 180 Zentimeter hoch.) weltweit etwa 300 Arten gibt 

Rittersporn mag es sonnig im Gesicht und schattig an den Füßen. Ein vollsonniges Gartenbeet mit niedriger Unterpflanzung ist daher für Delphinium ideal.

im Frühjahr auf eine gute Nährstoffversorgung mit Kompost und Hornmehl

  • Storchschnabel – Geranium

sind sie wüchsig, leicht zu vermehren und werden von Schnecken gemieden – also pflegeleicht im wahrsten Sinne des Wortes. Storchschnäbel sind sehr langlebig und müssen daher nicht regelmäßig durch Teilung verjüngt werden. 

 

  • Patagonisches Eisenkraut – Verbene (150-200cm)

einen vollsonnigen Standort. Aufgrund der geringen Winterhärte übersteht es unsere Winter nur mit einem entsprechenden Schutz. Aber auch wenn die Mutterpflanze erfrieren sollte, sorgt sie durch Selbstaussaat für ausreichend Nachkommen.

 

  • Gaillardie – Kokardenblume (bis 75cm hoch)

Das Wichtigste bei der Pflege von Kokardenblumen ist ein rigoroser Rückschnitt im Herbst.

Nicht alle Sorten sind winterhart. Schnecken lieben sie leider auch.

 

  • Mädchenauge – Coreopsis

Wuchshöhe variiert stark bis zu 180cm groß

verwelkte Blütenstängel laufend ausputzen, denn die Samenbildung reduziert den Ansatz neuer Blütenknospen

spätestens nach drei Jahren im Frühjahr teilen und in frischer Erde wieder auspflanzen

 

 

  • Teppichthymian (3-5cm hoch) rosa rot weiß

durchlässigen Boden. Staunässe ist das Todesurteil, anspruchslosen Gewächse. Thymian liebt sandige Böden 

verblühtes abschneiden – keine Kraft für Samenbildung

fressen Nacktschnecken nicht!

 

  • Helenium – Sonnenbraut (60-150cm)

etwa 40 Arten, von denen einige auch ein- oder zweijährig sind.

Alle zwei bis drei Jahren sollten Sie Ihre Sonnenbraut teilen, um die Staude zu verjüngen

Um das Höhenwachstum höherer Sorten zu begrenzen und die Blütezeit etwas weiter nach hinten zu schieben, kann man seine Sonnenbräute im Mai/Juni stutzen. Bei diesem Pflegeschnitt kürzt man die Triebe im äußeren Bereich der Pflanzen ein und regt sie so zu einem buschigeren Wuchs an.

 

 

Damit das Sommerstaudenbeet nicht zum Fleckenteppich wird, empfiehlt sich deshalb eine Planung mit Leitstauden, die das Gartenbild bestimmen und Begleitstauden, die deren Wirkung unterstreichen.

 

Sommerblühende Stauden, in sonnigen und trockenen Beeten sind beispielsweise Fetthenne, Astern, Sonnenbraut oder Schafgarbe. In schattigen Lagen gedeihen im Sommer vor allem Silberkerze, Eisenhut, Tränendes Herz oder Prachtspiere hervorragend. Die Mischung aus bodendeckenden und aufrecht wachsenden Pflanzen ist vorteilig. Denn während Polsterstauden sehr schnell Horste ausbilden und Unkraut unterdrücken, benötigen Solitärstauden einige Zeit für ihre Entwicklung.

 

Die Dauerblüher sind bei uns besonders beliebt, denn sie sorgen eine ganze Saison lang für pausenlose Blütenfülle, und auch Schmetterlinge, Bienen und Hummeln "fliegen" auf die zuverlässigen Nektarlieferanten.

 

So verlängern Sie die Blütezeit der Dauerblüher im Staudenbeet

 

Bodennahes Abschneiden verblühter Stauden, anschließendes Nachdüngen und regelmäßiges Wässern sorgt nach Wochen für neuen Austrieb und eine zweite Blütezeit. Das funktioniert bei Rittersporn, Schafgarbe, Kugeldistel, Salbei und Sterndolde. Das Entfernen einiger Triebspitzen vor dem Aufblühen sorgt bei der Flammenblume (Phlox) für eine gestaffelte Blütezeit, da die gekappten Triebe erst später Knospen und Blüten ausbilden. Regelmäßiges Abzupfen verwelkter Blütenköpfe fördert die Bildung neuer Knospen. Dies funktioniert bei Mädchenauge, Astern, Dahlien und vielen einjährigen Sommerblumen.

 

Ausladende Stauden wie die Katzenminze lassen sich vor dem Aufblühen teilweise bodennah zurückschneiden. Die gestutzten Triebe blühen dann später als die ungeschnittenen Triebe. Bei Stauden, die von Natur aus in Etappen blühen, verhindert das Entfernen einzelner verwelkter Stängel die Samenbildung und führt zur Bildung neuer Blütentriebe. Das funktioniert bei Skabiose, Sonnenauge, Sonnenbraut, Sonnenhut und Bartfaden.

 

Welche Pflanzabstände muss man im Staudenbeet beachten?

Hohe Leit- oder Gerüstpflanzen benötigen 60 Zentimeter Pflanzabstand (einzeln oder in 2er Gruppen gepflanzt)

 

Begleit- oder Gruppenpflanzen: 40 Zentimeter Pflanzabstand (3-10 Pflanzen)

 

Füll- oder Streupflanzen: 25 Zentimeter Pflanzabstand (Lückenfüller)

 

 

Die zweite Gruppe sind die Begleit- oder Gruppenpflanzen wie beispielsweise Sonnenhut oder Hohe Fetthenne. Sie sind etwas kleiner und unauffälliger als die Leitstauden und werden in Gruppen von drei bis zehn Pflanzen auf der Beetfläche verteilt. Staudengärtner empfehlen für Pflanzen dieser Gruppe einen Pflanzabstand von mindestens 40 Zentimetern. Die dritte Gruppe, die Füll- oder Streupflanzen wie Gemswurz oder Wald-Scheinmohn, setzt man nach Bedarf in kleinen oder größeren Gruppen entlang der Beetränder und schließt damit die noch vorhandenen Lücken zwischen den größeren Stauden. Sie werden mit etwa 25 Zentimetern Pflanzabstand gesetzt.

 

Wann schneidet man Sommerstauden zurück?

Schneiden Sie Stauden erst im Frühjahr zurück, schützt das Laub die Pflanze vor Frostschäden. Außerdem schenken Sie Insekten mit einem späten Schnitt wertvolle Rückszugsorte. Frühzeitig die Schere zücken sollten Sie jedoch bei Pfingstrosen und womöglich auch bei Flammenblumen, Astern, Rittersporn und Steppen-Salbei.

 

 

Quelle:

www.mein-schoener-garten.de

www.hausundgarten-profi.de