Kübelpflanzen 27.04.2023


 

Nicht alle Pflanzen gedeihen gleich gut im Kübel. Wie viel Platz haben Sie zur Verfügung und können Sie empfindliche Pflanzen im Winter einräumen? Klären Sie außerdem, wann und wie lange auf Ihrer Terrasse die Sonne scheint. Die meisten "klassischen" Terrassenpflanzen haben nämlich einen hohen Lichtbedarf! Einen halben Tag lang sollten sie mindestens im vollen Licht stehen.

Tipp: Terrassenpflanzen im Topf sind durstig! Wenn Sie mehr als eine Handvoll Pflanzen pflegen möchten, sollte auf der Terrasse ein Wasseranschluss leicht erreichbar sein, an dem ein Schlauch installiert werden kann. Das verhindert lästiges gießen mit der Gießkanne.

 

Kübelpflanzen sind sowohl im Garten als auch auf Terrasse und Balkon beliebt. Bei der Auswahl von Pflanzkübel oder Balkonkasten sollte aber nicht allein die Optik das Kriterium sein, denn vor allem das Material ist für ein gutes Wachstum der Pflanzen entscheidend. 

 

Kunststoffgefäße: Leicht, aber begrenzte Haltbarkeit

Kunststoffkübel bieten viele Vorteile. Sie sind leicht und das Material verhindert, dass Wasser schnell verdunstet. Für Zitrusgewächse sind diese Töpfe deshalb ideal: Es entsteht keine Verdunstungskälte in der Nähe der empfindlichen Wurzeln. Das Umtopfen ist bei Kunststoffkübeln unkompliziert: Da die Wurzeln an der glatten Oberfläche nicht haften, können keine Wurzeln abreißen und empfindliche Pflanzen schädigen.

 

Terrakotta-Kübel und Tontopf: Langlebig, aber schwer

Terrakotta- und Tontöpfe sind viele Jahre haltbar, je nach Größe allerdings auch schwer zu transportieren. Wenn die Gefäße nicht lackiert sind, entweicht Wasser durch die Struktur. Das Wasser verdunstet an der Außenwand und hinterlässt unschöne weiße Kalkflecken oder es entwickeln sich Moose und Flechten, sodass die Töpfe regelmäßig gereinigt werden müssen.

Für die Pflanzen bieten diese Töpfe jedoch Vorteile: Sie speichern teils das Wasser und geben es nach und nach wieder ab. So bleibt die Erde länger feucht und kühl. Im Winter kann dies jedoch zum Problem werden: Ist zu viel Wasser im Topf enthalten, kann er bei Frost kaputtgehen

 

Drainage schützt vor Staunässe

Für alle Pflanzgefäße gilt: Sie sollten ein Loch haben, damit überschüssiges Wasser abfließen kann und keine Staunässe entsteht. Damit dieses nicht verstopft, sollte zunächst eine Drainageschicht ins Gefäß gegeben werden. Dafür eignet sich beispielsweise Blähton. Darüber am besten ein Vlies legen - so können sich Drainage und Substrat nicht vermischen und die Wurzeln der Pflanzen nicht in die Abzugslöcher wachsen und sie verschließen. Das Substrat sollte hochwertig sein, die Pflanzen sollen darin schließlich viele Monate oder gar Jahre wachsen. Die Erde am besten schon vor dem Pflanzen mit Dünger anreichern.

 

Kübelpflanzen draußen überwintern – ein paar Tipps

vergessen Sie nicht, Ihre winterharten Kübelpflanzen auch im Winter zu gießen. Denn statt zu erfrieren, können die Pflanzen tatsächlich eher verdursten. Allerdings sollten Sie nur an frostfreien Tagen gießen. Andernfalls gefriert die Erde um die Wurzeln herum und die Pflanze kann kein Wasser mehr aufnehmen.

 

Bei extremer Kälte können winterharte Pflanzen Schaden nehmen, auch wenn sie prinzipiell frostresistent sind. Gerade die empfindlichen Wurzeln sind besonders gefährdet. Um Ihre Lieblinge vor zu harter Kälte zu schützen, können Sie beispielsweise die Pflanzkübel von unten gegen die Bodenkälte isolieren. Stellen Sie sie dazu einfach auf eine Styroporplatte, wobei Sie darauf achten sollten, das Abzugsloch freizuhalten. Ebenfalls gut geschützt sind Ihre Pflanzen, wenn Sie die Töpfe mit Luftpolsterfolie oder anderen wärmenden Material einwickeln. Kleinere Töpfe können Sie außerdem einfach in größere hineinstellen und die Zwischenräume mit dämmendem Material wie Laub oder Mulch aus dem Garten füllen.

Die Pflanzen selbst können Sie besonders gut schützen, indem Sie sie in luftdurchlässige Jute, Schilf oder Vlies einpacken. Stellen Sie die Kübel außerdem an einen geschützten Platz nahe der Hauswand, damit sie winterliche Stürme unbeschadet überstehen.

 

Mediterrane Kübelpflanzen überwintern

Kübelpflanzen, die hingegen nicht winterhart sind, müssen Sie zwangsläufig im Haus überwintern. Düngen Sie dazu ein letztes Mal Mitte August, denn in der kalten Jahreszeit wird anschließend nicht mehr gedüngt. Überprüfen Sie Ihre Pflanzen außerdem vor dem Winterlager auf mögliche Schädlinge. Bei manchen Pflanzen, wie etwa der Pelargonie, empfiehlt es sich, sie vor der Überwinterung noch einmal zurück zu schneiden. Sie mögen es übrigens am liebsten an einem dunklen Ort bei einer Temperatur von 10 bis 15 Grad. Bei uns erfahren Sie selbstverständlich genau, wie Sie Ihre Pflanzen am besten überwintern und was Sie bei der jeweiligen Sorte beachten müssen.

 

 Quelle:

www.mein-schoener-garten.de

www.ndr.de/ratgeber/garten